Was hast du für den Klima-Streik geplant? 

Gemeinsam mit meiner lokalen Gruppe Fossil Free Bengkulu werde ich von der Hauptstraße bis zum Sitz der Regionalregierung eine Protestaktion durchführen, mit einer Wandmalerei und anderen Kunstaktionen.

Wie bist du an den Vorbereitungen für die Veranstaltung beteiligt? 

Ich bin dafür zuständig, Kontakt zu anderen Organisationen und Gruppen aufzunehmen, damit sie ebenfalls dabei sind.

Foto: AC Dimatatac

Wie beeinflusst dein Glaube dein Engagement? 

Als Muslim ist mir das sehr wichtig, denn im Koran steht an mehreren Stellen, dass wir die Verantwortung für den Schutz der Natur tragen. Einige führende Geistliche gehen auch in ihren Predigten darauf ein. In meiner Provinz werden an besonderen Orten Kohlekraftwerke gebaut. Die Geistlichen, die sich dessen und anderer Umweltschäden bewusst sind, fragen sich, warum wir der Erde und den Menschen so etwas antun.

Aber es ist auch schwierig: Wenn wir politisch aktiv werden, treten wir nicht als Muslime auf, weil eine religiös begründete Bewegung in meinem Land zu gefährlichen Konflikten führen kann.

Photo: AC Dimatatac

Was hat dich noch dazu bewegt, dich am Klimastreik zu beteiligen? 

Meine Liebe zur Natur. In meiner Jugend bin ich immer auf die Berge in der Umgebung gestiegen und durch den Wald gestreift. Aber als ich eines Tages wieder Bergsteigen war, gab es den Wald nicht mehr. Das hat mich dazu bewegt, etwas gegen die Klimakrise und die Kohlekraftwerke zu unternehmen, die in Indonesien immer noch gebaut werden. Also bin ich der lokalen Gruppe beigetreten und habe angefangen, die Veranstaltung hier bei uns zu koordinieren.


Mehrere Millionen Menschen mit ganz unterschiedlichem Glauben, Alter und Beruf und ganz verschiedenen Erfahrungen bereiten sich auf die weltweiten Klimastreiks vom 20. bis 27. September vor. Mach mit.